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1993 fand aus Anlaß des 150. Jahrestages der Inbetriebnahme des
ersten untertägigen Kreiselradgezeugs im Freiberger Grubenrevier bei "Alte Hoffnung Erbstolln" ein
wissenschaftliches Kolloqium vor Ort statt. Internationale Gäste sprachen sich dafür aus, die leider nicht mehr vorhandene Anlage in Lebensgröße zur Demonstration für Besucher wieder aufzubauen.
Wer allerdings dieses gewaltige Projekt realisieren und wer dafür
die Mittel bereitstellen sollte, konnte niemand befriedigend beantworten.
Ungeachtet dieser Tatsache fanden sich Vereinsmitglieder bereit, in
eigener Regie, mit
den Möglichkeiten des Hobbyvereins, erste Schritte zu organisieren: alte Unterlagen wurden studiert, rekonstruiert; Kostenangebote eingeholt; Kalkulationen erstellt. Der Gesamtaufwand in Geld bei vollständiger Projektrealisierung würde sich bei rund 450 000, 00 € belaufen. In Anbetracht der wesentlich höheren Investitionen in anderen Besucherbergwerken eine bescheidene Summe, auch in Anbetracht des beträchtlichen Schauwertes der Anlage nach Fertigstellung.
Zunächst sollten aus Kostengründen die Arbeiten ausgeführt werden,
die wenige Barmittel erforderten. Der Verein entschied sich, den Korbstangenort (auch als
Kunstwinkelort bezeichnet) zu rekonstruieren und einen Kunstwinkel einzubauen. In einem halben Jahr Freizeitarbeit ist die gesamte Balkenkonstruktion für die Kunstwinkelaufhängung am originalen Platz eingebaut und in die Besucherroute des Bergwerkes eingebunden worden.
Als zweiten Schritt war an den Einbau eines Kunstwinkels (bei
genauer Betrachtung eigentlich ein halbes Kunstkreuz) gedacht. Alle Recherchen, Zeichnungserstellung,
teilweise Vergabe von Lohnaufträgen für Arbeiten, die der Verein nicht selbst ausführen konnte und der Einbau mit Komplettierung vor Ort waren mit einem Jahr Zeitaufwand geplant. Tatsächlich konnte dieser Teilschritt in dem vorgesehenen Rahmen in der Freizeit umgesetzt werden. Damit zeigte sich auch, daß alle bisherigen Maßnahmen zum Wiederaufbau der Anlage auf realistischen Vorstellungen beruhten und die Vereinsmitglieder organisatorisch und handwerklich in der Lage sind, ein solches Vorhaben umzusetzten.
Ein weiterer Schritt bildete der Anbau eines Pumpgestänges mit
nachgestalteten
Pumpsatz und ein manueller Bewegungsmechanismus zur Demonstration für Besucher. Dann erfolgte der wohl spannendste Augenblick: Die Mechanik wurde in Bewegung gesetzt und... aus dem Ablaufrohr des Pumpsatzes entwich Wasser. Der erste Teil der wieder aufgebauten Technik funktionierte!
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