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Nach der Eintragung in das
Grubenbesucherbuch und dem dem ankleiden mit Helm, Kittel und echtem Berg- mannsgeleucht beginnt die Befahrung mit einer kurzen Einführung zur Geschichte des Bergbauareals. In der wieder neu entstandenen
Rollschachtkaue erfahren sie am originalen Platz der alten Scheidebank interessentes über die Erzaufbereitungstechnologie in unserer Grube vor 150 Jahren. Hier sind auch Relikte der Vergangenheit
ausgestellt, die einen Einblick in die Arbeitswelt unserer Bergbauvorfahren und unsere Forschungsarbeit gewähren.
Nach einer kleinen Wanderung bergab zum
Zschopauniveau wird es ernst: Einfahrt ins Röschensystem mit dem Boot. Tief im Berg verlassen Sie das Gefährt und befinden sich im ehemaligen technischen Zentrum der Grube. Hier drehte sich einst
die 1843 in Betrieb gesetzte erste Turbine unter Tage im Freiberger Bergbau, die auf die Konstruktion des französischen Ingenieurs Benoit Fourneyron zurückzu- führen ist. Wir sind dabei, diese imposante
Technik wieder aufzubauen.
In unserer Steigerstube, einem Bohrort
aus dem Jahre 1883 erfahren sie mehr über die Arbeitsmittel der Bergleute und Schlägel und Eisen, die traditionellen Werkzeuge, werden demonstriert.
Nach dem Aufstieg über eine Fahrt
(Leiter) gelangen Sie in das Niveau der Schützerstolln, von dem aus die Wasserzufuhr auf die Turbine geregelt werden konnte. Im 286 m tiefen Herrmann-Kunstschacht können sie die Reste des 1870 in Betrieb
gesetzten Dampfkunstgezeuges, einer imposanten eisernen Druckpumpe, welche die Fa. Jacobi aus Meissen einst hier einbaute, besichtigen. Der Berg- führer wird es nicht versäumen, Ihnen über unseren hier
gemachten Flaschenpostfund zu berichten.
Im Clementine- Kunst- und Treibeschacht
können Sie die originalen hölzernen Reste der Saugpumpen vor 1885 die von der Turbine einst angetrieben worden sind, besichtigen. Gleichzeitig können Sie sich hier von unserem, im Maßstab 1:1 am alten
Platz entstanden, Funktionsmodell der hölzernen Kunstwinkel mit ihrer Stützkonstruktion einen Eindruck über die Größe und Funktion der alten Technik verschaffen.
Im sog. westlichen Turbinenraum wurde
1864 einen weitere Turbine in Betrieb genommen. Diese Kaverne kann ebenfalls besichtiget werden, allerdings ist auch diese Turbine nicht mehr vorhanden.
Jetzt müssen Sie im Schacht vier Fahrten
steigen, um zum Niveau Eisenbahnstolln zu gelangen, wo nach ent- sprechenden Erläuterungen die Ausfahrt horizontal zu Fuß erfolgt.
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