Besucherbergwerk Alte Hoffnung Erbstolln Schönborn/Sachsen

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An Kleidung für unsere Standardroute empfehlen wir geschlossene feste Halbschuhe  (keine Schlapperschuhe) und keine weißen Hosen oder Röcke und Anzüge. Für verschmutzte Sachen übernehmen wir keine Haftung. Nutzen Sie unsere Schutzkleidung.

Die Temperatur unter Tage beträgt ganzjährig 8-11°C. Im Sommer können Fahrten (Leitern) und andere Fahrungen (Wege unter Tage) wetterbedingt  feucht-nass sein. Hinsichtlich der Radonbelastung ist eine Befahrung unbedenklich. Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte den Aushängen in der Kaue.

In der Rollschachtkaue (hier noch in der Bauphase) mit Scheidebank.

Beeindruckende Pumpen- technik - Das Jacobi- Ge- zeug; hier ein Foto vom überfluteten Teil unter dem Zschopauniveau.

Um sich unter Tage fortbewegen zu können, werden sie bei uns traditionell einige Fahrten steigen müssen.

Nach der Eintragung in das Grubenbesucherbuch und dem dem ankleiden mit Helm, Kittel und echtem Berg- mannsgeleucht beginnt die Befahrung mit einer kurzen Einführung zur Geschichte des Bergbauareals. In der wieder neu entstandenen Rollschachtkaue erfahren sie am originalen Platz der alten Scheidebank interessentes über die Erzaufbereitungstechnologie in unserer Grube vor 150 Jahren. Hier sind auch Relikte der Vergangenheit ausgestellt, die einen Einblick in die Arbeitswelt unserer Bergbauvorfahren und unsere Forschungsarbeit gewähren.

Nach einer kleinen Wanderung bergab zum Zschopauniveau wird es ernst: Einfahrt ins  Röschensystem mit dem Boot. Tief im Berg verlassen Sie das Gefährt und befinden sich im ehemaligen technischen Zentrum der Grube. Hier drehte sich einst die 1843 in Betrieb gesetzte erste Turbine unter Tage im Freiberger Bergbau, die auf die Konstruktion des französischen Ingenieurs Benoit Fourneyron zurückzu- führen ist. Wir sind dabei, diese imposante Technik wieder aufzubauen.

In unserer Steigerstube, einem Bohrort aus dem Jahre 1883 erfahren sie  mehr über die Arbeitsmittel der Bergleute und Schlägel und Eisen, die traditionellen Werkzeuge, werden demonstriert.

Nach dem Aufstieg über eine Fahrt (Leiter) gelangen Sie in das Niveau der Schützerstolln, von dem aus die Wasserzufuhr auf die Turbine geregelt werden konnte. Im 286 m tiefen Herrmann-Kunstschacht können sie die Reste des 1870 in Betrieb gesetzten Dampfkunstgezeuges, einer imposanten eisernen Druckpumpe, welche die Fa. Jacobi aus Meissen einst hier einbaute, besichtigen. Der Berg- führer wird es nicht versäumen, Ihnen über unseren hier gemachten Flaschenpostfund zu berichten.

Im Clementine- Kunst- und Treibeschacht können Sie die originalen hölzernen Reste der Saugpumpen vor 1885 die von der Turbine einst angetrieben worden sind, besichtigen. Gleichzeitig können Sie sich hier von unserem, im Maßstab 1:1 am alten Platz entstanden, Funktionsmodell der hölzernen Kunstwinkel mit ihrer Stützkonstruktion einen Eindruck über die Größe und Funktion der alten Technik verschaffen.

Im sog. westlichen Turbinenraum wurde 1864 einen weitere Turbine in Betrieb genommen. Diese Kaverne kann ebenfalls besichtiget werden, allerdings ist auch diese Turbine nicht mehr vorhanden.

Jetzt müssen Sie im Schacht vier Fahrten steigen, um zum Niveau Eisenbahnstolln zu gelangen, wo nach ent- sprechenden Erläuterungen die Ausfahrt horizontal zu Fuß erfolgt.

Einfahrt mit dem Boot in das Röschensystem.

Im Röschensystem.

In der Steigerstube.

Der sächsische Minister- präsident Kurt Biedenkopf zerschneidet am 13. April 1996 symbolisch das Sperr- band zum fertiggestellten Kunst- winkelort.

Der erste Kunstwinkel mit Pumpgestänge und Pumpsatz (links) wurde 1997 zur Demonstration für Besucher in Betrieb gesetzt; 1999 folgte der zweite. Im Vergleich dazu eine historische Darstellung von eisernen Kunstwinkeln im Freiberger Bergbau nach Heuchler (oben).

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